Ausflug in die schwäbische Provinz | DM-Quali für Späth

Nach der knapp verpassten Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Koblenz und dem Hitzerennen in Baunatal stellte sich für Tim Späth und das Trainerteam des LCM die Frage: Wie geht es weiter? Wann und wo bietet sich die nächste Chance auf die DM-Norm?

Die Idee, nicht lange zu warten und bereits wenige Tage später in Weinstadt einen weiteren Versuch zu wagen, kam von Marianne. Nach zwei Nächten Bedenkzeit und reiflicher Abwägung der Möglichkeiten fiel die Entscheidung, beim Running & Music Meeting in Weinstadt zu starten – eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte.

Als am Freitagabend um 21:35 Uhr der Startschuss zu den 3.000 m Hindernis fiel, herrschten nahezu perfekte Bedingungen: 14 Grad, windstill und eine großartige Atmosphäre im Stadion. Das hervorragend organisierte Meeting begeisterte Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen und sorgte für beste Voraussetzungen.

Das Teilnehmerfeld umfasste zwar lediglich sechs Läufer, darunter jedoch vier Athleten der Altersklasse U23 mit demselben Ziel: die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften zu unterbieten.

Das Rennen wurde von Beginn an in einem flotten, aber kontrollierten Tempo angelaufen. Tim positionierte sich in der Verfolgergruppe und fand schnell seinen Rhythmus. Die 1.000-Meter-Marke wurde nach 3:12 Minuten passiert und gemeinsam mit Oskar Bayer (LG Telis Regensburg) hielt er das Tempo weiter hoch. Nach 2.000 Metern wurden 6:32 Minuten gestoppt, die angestrebte Qualifikationszeit lag damit weiterhin in Reichweite. Im weiteren Rennverlauf konnten beide die Lücke zum bis dahin zweitplatzierten Lars Klein (TV Schott Mainz) schließen, sodass auf der Schlussrunde noch einmal ein spannender Kampf um die Platzierungen entstand.

Für Tim wurde die konsequente Renngestaltung belohnt. Mit 9:43,74 Minuten verbesserte er nicht nur seine persönliche Bestleistung deutlich, sondern unterbot auch die geforderte Norm für die Deutschen Meisterschaften klar.

Die Freude im Ziel war entsprechend groß. Nach den knapp verpassten Chancen der vergangenen Wochen fiel eine sichtbare Last von den Schultern des jungen LCM-Athleten. Der Ausflug in die schwäbische Provinz hatte sich mehr als gelohnt.

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